Thermische Fügeverfahren

Unsere Modulare Maschinen- und Prozesstechnik erlaubt es eine Zusammenfassung der gebräuchlichen thermischen Verfahren in dieser Beschreibung zu nennen.

Warum überhaupt Thermische Verfahren, obwohl diese durchweg längere Prozesszeiten haben als die hochproduktiven etablierten Reibungs- Fügeprozesse ?

Weil bei zunehmenden Anforderungen ein höchster Wert auf die Produkt- Reinheit von Partikeln gelegt wird. Es ist ein Spagat einerseits Investkosten zu optimieren und gleichzeitig die Gesamtqualität in Produktsauberkeit zu steigern. Auch Reinigen ist ein Prozessschritt der Kosten generiert. Zudem ist die durch thermische Energie bedingte längere Prozesszeit auch mit Mehrkosten verbunden.

Unser Schwerpunkt der Fügetechnik liegt bei Technischen Teilen in der Größe bis A4, Sonderteile bis Größe A3. Wir haben das Ziel alle Fügeprozesse für Technische Teile in unseren Basismaschinen zu implementieren. Eine gemeinsame Prozesssteuerung mit internationaler Verbreitung auf PLC- Basis dient dem Ziel und wird über Datenschnittstelle mit dem zutreffenden Prozessmodul verbunden.

Unsere Fügemaschinen sind für die ausgelegte Produktgröße in C- Gestellbauweise ausgeführt, weil damit jeder Grad einer Automatisierung sofort oder auch nachträglich ergänzt werden kann. So ist natürlich auch die Integration von Thermischen Prozessen damit eine ideale Voraussetzung geschaffen, die keine unnötig langen Hubwege notwendig machen.

Gerade für thermische Prozesse wird das Heizelement entweder als Strahler oder Kontaktelement seitlich eingefahren und ist eine Maschinenbaugruppe deren Bewegungsachse zur Maschine gehört, das Heizelement gehört produktbezogen zum Werkzeug.
Schnellwechsel der Elemente und elektrisch geregelte schnelle Achsbewegungen sind berücksichtigt.

Wir sind bei der Wahl der Heizelementen nicht festgelegt, das entscheidet die Anwendung. Je komplexer die Konturverläufe sind, um so präziser muß das Heizelement wirken.
Also setzen wir vom Flächenstrahler bis zum Konturheizelement alle Formen ein.
Seit nunmehr 10 Jahren werden Fahrzeugfiltergehäuse in Großserie mittels kurzwelliger IR- Strahlung plus Reibenergie dauerhaft, hochstabil und sauber geschweißt.

Unsere lange Praxis beim Schweißen von Präzisionsgehäusen, oft mit Nahtbreiten unter einem mm prädestiniert uns hier den Laser als die dafür bestens geeignete Strahlungsform zu bedenken. Hierbei kann die Einwirkung im üblichen Durchlichtverfahren oder im neuen Auflichtverfahren erfolgen. Erfolgt die Laserstrahlung beim Durchlichtprinzip, so arbeitet der Laser innerhalb des Arbeitsraums. Hier ist der Laser auch zum Vorheizen eine wertvolle Prozesserweiterung um partikelfrei zu sein, aber auch zum Schweißen ohne folgenden Reibfügeprozess ist die Laserenergie verwendbar, nämlich zum herkömmlichen Laserschweißen.

Bestimmte Werkstoff- Additive sind nur durch Vorheizung mit anschließender Reibschweißung optimal schweißbar. Das Qualitätskriterium ist der damit erzielbare hohe Schweißfaktor! Trotzdem erfolgt eine partikelreine Schweißung.

Hier verweisen wir auf unsere Fachberichte:

Auch sind Standard- Materialien mit Laserunterstützung zum partikelreinen Reibschweißen schweißbar, hier dient der Laser in seiner Wirkung auf die Fügeoberfläche als IR- Heizelement.
Anschließend werden mit Reibenergie die überwiegend faseranteiligen Werkstoffe so vermengt, daß ein nie anders erzielbarer Schweißfaktor erreicht wird.
Natürlich kann auch laserdirekt geschweißt werden, die Maschine wird lediglich umgeschaltet und schon ist es eine übliche Laserschweißmaschine. Mit diesen Möglichkeiten ist jedes Werkstoffproblem zu lösen, keine langen Diskussionen mit dem Endkunden, mit dem Werkstofflieferanten, alles ist Vergangenheit bei einem partikelfreiem Schweißprozess.

Sie sehen aus dieser Zusammenfassung, es lohnt sich den Überblick zu bekommen, um nicht nur einen Prozess zu betrachten.
Wir haben die flexible Maschinen- und Prozesstechnik mit der Sie mit wenig Platzbedarf eine Maschine investieren, die Ihnen im Prozess die Freiheit gibt flexibel auf die Kundenanforderungen zu agieren.
Gerade bei kleineren Seriengrößen ist unser Ansatz schon lange im Gespräch, wir aber verwirklichen ihn!
Schon im Jahr 2015/16 haben wir mit der UNI Kassel und mit Unterstützung durch das Land Hessen (Hessen Agentur) ein Flexibles Fügezentrum entwickelt und hergestellt, das diese Adaption von verschiedenen Prozessen und bei Schweißprozessen in Folge, bei nur einer "Einspannung" auf die zukünftige Anforderung hin auf geringe Stückzahlen bei kurzen Umrüstzeiten eine Antwort gibt.

Gern laden wir interessierte Kunden ein sich das System bei uns anzusehen, sprechen Sie uns gern an, noch besser teilen Sie uns Ihren Wunschtermin gleich mit!

Ergänzend zu dieser Information können Sie bitte auf unsere weiteren Infoseiten gehen und freuen uns auf Ihre Anfrage.

Bildquelle: Heraeus Nobellight


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