Leichtbau Roboterschweißmodul / Handschweißmodul

Die Aufgabe, an großflächigen Wänden aus Kunststoff unterschiedliche Halteelemente unlösbar zu befestigen, wurde bisher durch Kleben, Schrauben und Nieten gelöst. Bei industrieller Fertigung kommen immer mehr, zum Teil sehr hochwertige Kunststoffplatten und Formteile mit Struktur- und Hochglanzoberflächen zum Einsatz.

Exemplarisch für weitere Einsatzbereiche seien hier genannt die Kofferausbauten für LKW/PKW, Werbemittel, der Innenausbau und die Innenverkleidung von Schienenfahrzeugen und beim Flugzeugbau, bei Leuchtreklame, Büro- und Wohncontainer, in Reinräumen, Laboren und in der Medizintechnik. Besonders bei den letztgenannten sollte ein großes Interesse bestehen, eine „Nicht-Durchbohrtechnik“ einzuführen, um eine absolute Dichtheit beizubehalten.

Eine andere interessante Anwendung kann in Fertigungslinien stattfinden: Das durchtaktende Teil wird durch den Roboter angeschweißt, anstelle einer stationären Maschine in der Linie zu haben.

Deshalb hat Fischer Kunststoff-Schweißtechnik GmbH ein mobiles Reibschweißmodul entwickelt. Dieses Reibschweißmodul arbeitet mit einer biaxialen Zirkularschwingung. Beim Schweißprozess ist es möglich, die Schwingungsamplitude, die Schwingrichtung und die Frequenz individuell auf die Werkstücke einzustellen, um sichere und präzise Ergebnisse zu erzielen. Die Fügezone kann ein beliebiger 2D-Verlauf sein.

Die eigentliche Entwicklung besteht darin, dass ein in den stationären Maschinen eingeführter Prozess nun in eine viel kleinere Dimension, auf das Schweißmodul übertragen wurde. Neben der Verwendung als Handgerät, wird die Führung des Moduls in Handhabungstechnik wie Robotern, Ladesystemen und Portalen vorgesehen und wurde bereits erfolgreich am Roboter getestet.

Quelle: Airbus Group Innovations, Composite Technologies München



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